Seit 20 Jahren ist der internationale Elfenbeinhandel verboten, dennoch sind die Elefanten heute wieder in Gefahr. Zwei afrikanische Länder wollen den Handel wieder aufnehmen und ihre Lagerbestände an Elfenbein verkaufen.
Jeder Elfenbeinhandel ermöglicht Wilderern, ihr illegales Elfenbein in den Markt einzuschleusen und führt daher zu einer Zunahme der Wilderei; davon ist der IFAW überzeugt. Auch 23 afrikanische Länder sind dieser Meinung. Sie haben sich in der „African Elephant Coalition“, einer Koalition von Staaten zum Schutz der Elefanten Afrikas, zusammengeschlossen. Gemeinsam arbeiten sie für den Schutz gefährdeter Elefantenbestände. Diese Länder brauchen dringend die Unterstützung der EU im Kampf gegen die Wilderei. Der IFAW ist sich sicher, dass die enorme Zunahme an Beschlagnahmungen illegalen Elfenbeins und die ausufernde Wilderei Ergebnis der im Jahre 2008 durchgeführten Elfenbein-Lagerverkäufe nach Japan und China ist. In Ländern wie Senegal und Sierra Leone haben Wilderer die Elefantenbestände schon fast völlig ausgelöscht. Nur durch ein komplettes Handelsverbot für Elfenbein können wir die Dickhäuter schützen.
Die EU hat die Macht und Möglichkeit, die Elefanten zu retten. Sie muss bei der kommenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl.: CITES) im März 2010 einen klaren Standpunkt gegen den Elfenbeinhandel vertreten. Die EU muss für ein komplettes Handelsverbot für Elfenbein stimmen, wollen wir die Elefanten retten.