Fordern Sie die kanadische Regierung auf, die Robbenjagd zu beenden
Die jährliche kommerzielle Robbenjagd in Kanada ist grausam und sinnlos. Die Robben werden allein für Luxusprodukte getötet, die niemand benötigt. 98 % der getöteten Robben sind Jungtiere im Alter von zwei Wochen bis drei Monaten.
Die kanadische Robbenjagd wurde in den letzten Jahren noch massiver betrieben als vor 50 Jahren. Jedes Jahr erlaubt die Regierung die systematische Abschlachtung von etwa 275.000 Robben. Weitaus mehr Robben sterben dabei, ohne in der Statistik aufzutauchen.
Am 27. Juli 2009 stimmte der Ministerrat der Europäischen Union für ein Handelsverbot für alle Robbenprodukte innerhalb der EU. Damit schließt Europa seine Grenzen für Robbenfelle und andere Produkte der kanadischen Robbenjagd. Etwa die Hälfte aller Robbenprodukte geht entweder nach oder durch Europa.
In Erwartung der anstehenden EU-Entscheidung weigerten sich schon in diesem Frühjahr viele Pelzhändler in Kanada, Robbenfelle aufzukaufen. Außerdem befinden sich in den Lagerhäusern noch viele Felle aus dem letzten Jahr. Das trieb die Preise in den Keller – bekam ein Robbenjäger 2006 noch über 100 Euro für ein Fell, waren es in diesem Jahr nur noch neun Euro.
Viele Robbenjäger gingen deshalb gar nicht mehr auf die Jagd. Tatsächlich wurden statt der erlaubten 280.000 Sattelrobben „nur“ etwa 72.000 getötet.
Aber das sind immer noch 72.000 zuviel.
Es gibt keinen vernünftigen Grund mehr für die kanadische Regierung, diese unwirtschaftliche und grausame Jagd aufrechtzuerhalten.
Bitte senden Sie eine Mail an die kanadische Botschaft und fordern Sie die kanadische Regierung auf, die umstrittene Jagd ein für allemal zu beenden.